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Wir brauchen mehr Regeln!?

Ich verfolge nun seit Wochen eine interessante Debatte über das gesamte Internet verteilt. Natürlich dreht es sich dabei um HearthStone und um den Punkt, dass das Spiel so tiefgreifend von den Regeln her ist, wie ein Tümpel im vergleich zum Ozean. Die Frage ist, ist das so?

Was ich hier sicherlich nicht bestreiten will ist das HearthStone relativ leicht zu verstehen ist. Es gibt nicht sehr viele Regeln oder Besonderheiten und die, die es gibt, sind recht schnell verstanden. Einzig und alleine einige Kartentexte lassen hier und da mehrere Auslegungen zu, das war es dann aber auch.

Doch was sagt das über ein Spiel letztendlich aus? Meiner Meinung nicht viel, man kann zwar ein Spiel von Anfang mit Regeln überfluten, aber so etwas macht noch lange kein gutes Spiel aus.

Das lustige ist, ich war früher mal Yu-Gi-Oh! Spieler, ganz am Anfang, und kann mich noch ganz gut an die Regeln und Möglichkeiten erinnern. Und siehe da, die erste Version von Yu-Gi-Oh! unterscheidet sich kaum von HearthStone. Einzig und alleine die Fusions-Monster, gibt es bei HearthStone nicht, sonst ähneln sich die beiden Spiele in ihrer ersten Version ziemlich stark.

Yu-Gi-Oh! hat sich natürlich über die Jahre weiterentwickelt und immer neue Sachen dazubekommen, wer sagt also, dass es bei HearthStone nicht auch so sein wird? Das kann momentan niemand mit Sicherheit behaupten.

Viel interessanter ist doch die Frage was hätte man von Möglichkeiten und Regeln in HearthStone, wo selbst gestandene Yu-Gi-Oh! und Magic Spieler ins schwitzen geraten würden? Nichts, ein Kartenspiel braucht Spieler, wenn aber schon am Anfang alle durch die harten Regeln vergrault werden hat man dadurch nichts gewonnen. Im schlimmsten Fall wird das Spiel wieder schneller abgeschaltet, als am schwarzen Freitag in den USA die Läden leer geräumt werden.

Man darf auch nicht vergessen wen Blizzard eigentlich mit dem Spiel ansprechen möchte, TCG Neulinge. Während die TCG (bzw. Strategie) Veteranen relativ unproblematisch im Ranked aufsteigen, haben die Neulinge durchaus ihre Probleme.

Zwei Freunde von mir haben vor kurzem ebenfalls einen Key bekommen, sie sind alles andere als Spiele erfahren, geschweige den TCG erfahren, sind aber nicht auf den Kopf gefallen. Dennoch kämpfen sie seit Wochen mit der Silber Liga und werden wohl auch nicht so schnell weiterkommen.

Die Frage ist also, sehen wir das mit den Regeln nicht etwas zu eng? Besonders unter dem Gesichtspunkt dass das Spiel noch nicht mal erschienen ist?

21.10.2013 um 18:00

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7 Antworten

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Hallo Mole 🙂

Ich sehe das ähnlich wie Du. Der Grund warum ich nie wirklich angefangen hab Magic zu spielen ist simpel: Ich will nicht erst sechs Jahre studieren müssen, 4326 Bücher lesen müssen und einen Batchelor in Statistischer Mathematik machen müssen, nur um endlich den Einstieg zu schaffen. (Achtung: Dies war bewusste Übertreibung.^^)

Meiner Meinung nach bestitzt Hearthstone genügend Tiefe, und diese sollte man -wenn überhaupt- auf gleichbleibendem Level eher in die „Breite strecken“ um mehr Varianten zu erzeugen. (D.h. später z.B. mehr Karten) Sicher, ich kann mir vorstellen, dass einige den Tiefgang bemängeln, aber für den Casual, den Feierabendzocker, oder wie in meinem Fall, die Frau des Casuals (:D) bietet HS genau die Tiefe die nötig ist um einersets immer zum Nachdenken animiert zu werden, sich andererseits jedoch nie überfordert zu fühlen.

Sollte ein Addon kommen, so würden HS ein bis zwei neue Mechaniken sicher gut zu Gesicht stehen, wirklich brauchen tut es das Spiel (zumindest derzeit) nicht. Ebensowenig wie mehr Regeln. Ich zumindest mag das Straight Forward Feeling. Meine Meinung vom jetztigen Stand der Beta betrachtet.^^

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Mehr regeln sind nicht immer besser wie ich feststellen musste. Und wenn ich mir so meine Spiele mal in der Vergangenheit anschaue dann haben einige schon genügend mit den Regeln zu tun. Bzw. sie kennen die Regeln aber haben genügend strategische Defizite.

Noch mehr Regeln wären für das Spiel momentan nicht hilfreich sondern eher hinderlich.

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Ich glaube eher dass die Karten „Tiefe ins Spiel bringen“. Bei Magic sind die Regeln komplizierter (wobei sich das jetzt auch noch in Grenzen hält) aber kombiniert mit der schieren Anzahl an Karten ist es mittlerweile kaum möglich durchzublicken. Ich habe vor ca. 10 Jahren Magic gespielt und selbst damals waren bei etlichen Tournaments lange Gesichter mit „ach, moment mal, was hast du gerade gemacht, was kann die Karte?? Wie bitte??“…

Einfache Regeln und eine gute Diversität bei den Karten machen solch ein Kartenspiel denke ich langfristig interessant und trotzdem kompliziert genug. Ich habe zwar selber noch nie Hearthstone gespielt, schau aber hin und wieder ‚mal einen Stream an und blicke bei den Karten immer noch nicht durch 😉 Aber die Regeln verstehe ich zu minntest! 😀

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Jup das ist es, auch bei Yu-Gi-Oh ist das so. Die Regeln waren einfach die Karten auch relativ verständlich. Über die Jahre sind da echt einige Brocken dazu, nicht an Regeln aber an Karten die so viele Möglichkeiten bieten das man eine weile brauch bis mann es dann begreift.

Hearthstone wird auch über lange Sicht gesehen neue Karten und vielleicht auch Möglichkeiten anbieten. Wie gesagt ich glaube gerade die Leute die noch nicht so fit in TCG sind werden hier ihre liebe Mühe haben.

Ich versuche mir auch gerade vorzustellen wie ich auf das Spiel reagieren würde wenn ich keine TCG Erfahrung hätte. Ich muss zugeben das würde mich doch etwas ins schwitzen bringen.^^

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Also ich hatte bislang noch keinerlei nennenswerte Erfahrung mit TCGs/CCGs und finde Hearthstone jetzt nicht sonderlich schwer oder kompliziert.

Ich denke es kommt auch immer drauf an, was man von einem Spiel erwartet. Ich für meinen Teil spiele gern mal die eine oder andere Runde und lasse das jedesmal mehr oder weniger auf mich zukommen. Klar kann man mit Sicherheit auch aus HS eine Wissenschaft machen, aber da sehe ich im Moment echt keine Notwendigkeit.

Wichtig ist doch „nur“ die grundlegenden Regeln zu kennen und zu wissen wie man herausfinden kann was die einzelnen Fähigkeiten bewirken. Für den Anfang sollte das reichen und die Kartenkenntnis kommt dann mit der Zeit von allein.

Sicher hat man einen Vorteil wenn man sämtliche Karten im Spiel genau kennt und dadurch vielleicht erahnen kann was der Gegner vorhat, aber auch ohne dieses Wissen kann man an HS Spaß haben, finde ich. 🙂

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Ich bin mit dem was mir HS abfordert mehr als zu frieden. Das Spiel hat jetzt selber nicht so viele Regeln das man davon Kopfschmerzen bekommt. Und das ist auch gut so, denn der Schwierigkeitsgrad  misst sich meiner Meinung nach an den Spielern!

Ich habe Runden da mach ich dann noch zisch Sachen nebenbei, wie Seiten lesen usw. Was einfach daran liegt das der Gegner nicht sehr gut ist und eigentlich keine Herausforderung darstellt. Und dann gibt es auch wieder runden da klebe ich an meinen Stuhl weil es ein Kopf- am Kopfrennen ist.

Es liegt halt wirklich daran was für Gegner man hat und nicht wie einfach oder schwer das Spiel ist. Ich finde es super das man sich auf seine Gegner konzentrieren muss und nicht auf die Regeln oder großen Besonderheiten.

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Ich glaube nich, dass man das Regelwerk bei Hearthstone großartige Ergenzungen braucht. Man kann die spieltiefe wunderbar dadurch ausbauen, indem man neue Mechaniken ginzufügt und fähigkeiten wie todesröcheln und kampfschrei bieten hier wunderbare Möglichkeiten , einfach nen neuen effekt einführen und schon hat man neue Spielmechaniken geschaffen, ohne dass man die Regeln großartig anpaden muss 😉

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