Blitzchung wird aus den GrandMasters geworfen, sein Preisgeld gestrichen. Beide Caster gefeuert.

  • #152466

    Hintergrund: Blitzchung hatte in einem Interview nach seinem GM-Match Freiheit für Hongkong gefordert und sich allgemein mit den Protesten in Hongkong solidarisiert. Beide Caster haben sein Statement zugelassen, sich dabei aber versteckt, um zu zeigen, dass es nicht ihre Meinung widerspiegelt. Sie wurden auch gefeuert. Brisant daran ist, dass sie aus Taiwan sind, was ähnlich Hongkong von China als abtrünnige Provinz betrachtet wird.

    Quelle: https://playhearthstone.com/en-us/blog/23179289

    Mehr dazu auf Reddit, inklusive diverser Aufrufe, Blizzard zu boykottieren (Proft in China darf nicht über Menschenrechten stehen): https://www.reddit.com/r/hearthstone/comments/devia0/blizzard_ruling_on_hk_interview_blitzchung/

    SilSie
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  • #152467

    suchti0352
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    Ich bin mir sicher das blizzard nicht gegen die Demokratie ist wie es teilweise behaubtet wird.Es ist ganz einfach Buisniss,westliche Spiele haben es sowieso schon schwer in China und wenn blizzard das befürwortet hätte könnte das drastische consquenzen haben.China ist da wirklich nicht gut drauf zu sprechen wenns um wichtige persönlichkeiten oder Regierung geht,die Wörte „Winni Puh“ sind beispielsweise illegal weil man ihn mit King jong un vergleichen könnte (kein witz).

    #152468

    SilSie
    Dabei seit 27.06.2017
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    Aber genau darum geht es doch 🙂 Wer aus Angst wegen Verlusts des Markts intolerant ist, unterstützt indirekt die Repression in diesem Land.

    #152469

    suchti0352
    Dabei seit 01.02.2017
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    aber wie hätte blizzard denn sonst reagieren sollen?Zumal es auch ein klarer Regelverstoß war

    #152470

    MasterMoe
    Dabei seit 22.03.2018
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    @suchti0352: Den Beitrag musst Du wohl nochmal bearbeiten. Einerseits strotzt er vor Rechtschreibfehlern, andererseits ist es einfach falsch.

    Winnie Puuh wurde verboten weil er dem Regierungschef Xi Jinping ähnlich sieht und nicht dem nordkoreanischen King(😄) Jong Un.

    Sehe das eher wie SilSie. Wenn man nur aus Angst vor geringeren Einnahmen bzw Verboten sich die Zusammenstellung seines Grossereignisses vorschreiben lässt, unterstützt man mit diesem Verhalten doch nur die unterdrückende Politik dieses Landes. Konnte ich bei den geänderten Kartenbildern noch drüber hinwegsehen, es ging ja wohl „nur“ um Gewinnmaximierung, hat es dieses Mal doch einen deutlichen Beigeschmack.

    Was meintest Du denn mit Regelverstoss? Sind politische Kommentare allgemein verboten oder halt nur in China?

    1
    #152471

    SilSie
    Dabei seit 27.06.2017
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    @suchti0352: Die Regelauslegung kann ich nicht nachvollziehen. Da steht kein Verbot von politischen Meinungen, sondern nur Äußerungen, die Blizzard schaden können (oder so ähnlich). Das Statement des Spielers schadet Blizzard höchstens indirekt, weil China Schritte gegen Blizzard unternehmen könnte, wenn Blizzard die China-kritische Äußerung nicht verbietet. Und schon sind wir wieder da, dass ein großes Unternehmen eines demokratischen Landes klein beigibt aus Angst vor Gewinneinschränkung in einem nicht-freien Land.

    #152472

    suchti0352
    Dabei seit 01.02.2017
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    Die besagt Regel ist:“Engaging in any act that, in Blizzard’s sole discretion, brings you into public disrepute, offends a portion or group of the public, or otherwise damage’s Blizzard image will result in removal from Grandmasters and reduction of the player’s prize total to $0 USD, in addition to other remedies which may be provided for under the Handbook and Blizzard’s Website Terms.“

    https://bnetcmsus-a.akamaihd.net/cms/page_media/w4/W4NWIBHB74T31564507077190.pdf

    Was eindeutig zählt da die Aussage auf einen offiziellen Turnier öffentlich getroffen wurde.

    Es bleibt aber immernoch die Frage wie Blizzard sonst hätte reagieren sollen.

    #152473

    SilSie
    Dabei seit 27.06.2017
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    Es ist eben sehr fragwürdig, ob durch ein post-game Interview das Image von Blizzard beschädigt wurde. Eventuell in den Augen der Chinesischen Regierung – die aber machen nicht das Image von Blizzard aus, sondern die Spieler. Und die Reaktionen im restlichen Teil der Welt zeigen aktuell, wie sehr das Image durch ihre Reaktion leidet.

    Eine alternative Reaktion wäre, sich vom Inhalt des Interviews zu distanzieren und für die Zukunft z.B. klar zu sagen, dass *politische* Diskussion nich erwünscht ist. Das wäre zwar ethisch betrachtet immer noch höchst fragwürdig (meiner Meinung nach), aber immerhin müsste man nicht die Regeln überstrapazieren, um einer Regierung nach dem Mund zu handeln.

    #152474

    Ara8
    Dabei seit 23.06.2017
    89 5

    Welche Caster waren das?

    #152497

    saske1306
    Dabei seit 29.07.2015
    100 9

    ist schon traurig, dass die Chinesen Angst vor Profi-Spielern haben😂

    Aber ihnen bleibt keine Wahl, wenn sie es diesmal durchlassen, dann kommt eins nach dem anderen und schwups, Demokratie (Ironie!)


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