Wie Entdecken die Spieler-Skills auf den Prüfstand stellt – Interview mit Mike Donais

Mit dem neuen Abenteuer Die Forscherliga kam auch eine neue Karten-Mechanik ins Spiel: Entdecken – spielst du eine Karte mit dieser Fähigkeit aus, kannst du von drei gezeigten Karten, die den Kriterien entsprechen, eine auswählen und deiner Hand hinzufügen.

GosuGamers hatte die Gelegenheit mit Senior Balance Designer Mike Donais über die neue Mechanik und das neue Abenteuer zu sprechen. Die wichtigsten Punkte aus dem Interview haben wir hier zusammengefasst:

  • Entdecken folgt der Kern-Design-Philosophie von Hearthstone: Spieler müssen sich an Situationen anpassen, auf die sie nicht vorbereitet sind.
  • Durch Entdecken kommen mehr Optionen ins Spiel, die die Skills der Spieler auf den Prüfstand stellen – die Entscheidungen, die man bei Entdecken trifft, zeigen, wie gut man ein bestimmtes Match-Up verstanden hat.
  • RNG soll fair sein – vom Netzweber bekommt man ein zufälliges Wildtier, das immer noch das entsprechende Mana kostet. Würde es direkt ins Spiel kommen, wäre das ungesund. Das gleiche gilt für Entdecken – bekommt man einen großen Diener, muss man ihn immer noch zahlen.
  • Abenteuer sollen auch zukünftig strikte „fun-once-in-a-while“ Features bleiben, die nicht unbedingt Wiederspielwert haben.
  • Möglicherweise kommen irgendwann Erfolge o.ä., die man in den Abenteuern machen kann.
  • Kartenchaos ist für die Entwickler perfekt, um neue Wege zu finden, das Spiel zu spielen – mit dem großen Publikum sei das wie ein Beta-Wochenende.
  • Die Entwickler lernen viel aus den Kartenchaos-Runden. Dafür gemachte Designs können zu tatsächlichen Karten werden (z.B. Der große Wettstreit der Beschwörer -> Beschwörungsstein)

Das komplette Interview im Original kannst du bei GosuGamers lesen.


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Gepostet am von

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Kommentare zu "Wie Entdecken die Spieler-Skills auf den Prüfstand stellt – Interview mit Mike Donais"

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@gambler: Sehr guter Post. 👍

Dieses ganze RNG-ist-böse Geheule geht mir genauso wie das ganze Skill-sollte-gewinnen Geflame geht mir seit einiger Zeit echt ziemlich auf den Zeiger. 😉

Wen das stört, der sollte sich einfach ein anderes Spiel suchen. Die Natur jedes TCG/CCGs ist doch RNG in Reinform.

Hearthstone ist im Grunde derart simpel, dass jeder regelmäßig-spielende Spieler nach spätestens einem Jahr ausreichend viel Erfahrung hat, dass faktisch einfach keine Misplays mehr gemacht werden. Spielzüge die im Nachhinein anders besser gewesen wären sind übrigens nicht automatisch Misplays (Stichwort Chancenabschätzung).

Damit ist „Skill“ ab gewissem Spielerlevel einfach nicht mehr existent, der Spielausgang hängt nur noch vom Matchup der Decktypen, RNG beim Draw und RNG im Spiel ab, und das wars. Okay, hier und da verschusselt jeder mal irgendwas, aber bei „wichtigen“ Spielen wie in Turnieren e t c. spielt man in der Regel konzentriert, da passiert sowas dann auch nicht.

Und das ist auch der Grund, weshalb ich die Bezeichnung „Pro“ für Hearthstonespieler ziemlich lächerlich finde.

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Jo das stimmt schon. Best of 5 finde ich am besten, dauert aber für ein 0815 Turnier einfach zu lange. Aber das kann auch manchmal in die Hose gehen. Hat man ja bei SuperJJ gegen Stancifka gesehen im Finale des SeatStory Cup, als er ihn mit seinem Freeze Mage 4:0 besiegt hat. Ausschlaggebend waren 2 Lucky Spiele für ihn und die Deckauswahl von Stancifka. ^^

Daher finde ich deine Ausführung auch ganz gut, @gambler. Ich ziehe auch manchmal Rückschlüsse zum Poker, insbesondere wenn es um Odds geht. Nur kann man mit nichts auf der Hand bei Hearthstone auch nicht gewinnen. xD Also gehts einfach nur um Wahrscheinlichkeiten, dem eigenen Deckaufbau, das gegnerische und die Kalkulation wann geht man Face und wann muss man Boardcontrol haben. Aber solche Fragen stellen sich einem nur, wenn man kein Null Braindeck spielt. ^^

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Nun ja, es gibt auch Gründe warum man kein Best of 1 spielt. Selbst bei der Schach WM wird glaub Best of 12 gespielt. Man kann hier schon sehr viel Glück rausnehmen, einfach aufgrund der Tatsache, dass man relativ oft Glück haben muss, wenn man ein schlechterer Spieler ist.

Dass das Ganze weniger Luck-lastig ist wenn man alle Karten rauswirft und am Besten noch die Decks bekannt sind die gegeneinander spielen ist klar. Letztendlich sollte man aber aus meiner Sicht einfach die Best-of in einem gesunden Mass ansetzen, so dass der Glücksfaktor eine untergeordnete Rolle spielt.

Und am Ende ist das Spiel trotz allem so viel weniger komplex als z.B. Schach (Sorry, mein Lieblingsspiel muss einfach als Beispiel immer wieder herhalten 🙂 ), dass die besten Spieler so oder so ein fehlerloses Spiel abliefern. Also entweder gewinnt dann der Luck-Faktor oder welches Deck man gegen welches antreten lässt.

Ich denke ohne RNG und 2 identische Decks gegeneinander in einem Spiel was zu wenig Möglichkeiten bietet um für die besten Spieler Fehler zu begehen will auch keiner sehen. Dann entscheidet nur noch welche Karte gezogen wird.

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Danke Vetrix 😉

@ropietsch Der Nerf wurde aufgrund der ESL damals gemacht, so weit ich mich erinnern kann, damit das Spiel competitive bleibt. Das der RNG Faktor sogar erhöht wurde hat nichts damit zu tun, da sie dadurch unspielbar wurde. In meinen Augen war das sogar eine der besten RNG Karten überhaupt, weil es nur eine 50/50 Chance gibt mit einem bestimmten Ziel. Das Risiko kann dann jeder für sich selber eingehen. Aber Karten wie Instabiles Portal usw. haben nichts in Turnieren zu suchen. Was Leute im ranked spielen ist mir gleich, aber bei Turnieren finde ich es lächerlich. Da möchte ich aufgrund taktischer Überlegungen, Spielvorraussicht und das Wissen darüber, was in jedem Zug passieren könnte, gewinnen. Vielleicht verstehst du das ja ein wenig. Deswegen fällt es mir auch schwer bei diesem Spiel von Skill zu sprechen, da zu viele Karten den Text „zufällig“ enthalten. Bei den großen Turnieren wird auch immer so extrem gehyped und jeder Zug in die länge gezogen, das ist oft überzogen. So komplex ist das nicht, wie es nach außen dann dargestellt wird.

Naja egal.

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Ich glaub nicht dass Ned besonders viele missplays macht;) wer schon so oft auf Legend war und auch noch so verdammt weit oben, kann nicht so viele missplays machen.

@gambler ich spiele sehr gern Schach. Aber das ist kein Spiel dass ich immer spielen kann. Außerdem ist Schach was ganz anderes als HS.

@ropietsch es ist einfach zum kotzen wenn man es nicht in der Hand hat ob man gewinnt oder verliert und wie schon gesagt, kann man sich zwar gegen das Nutzen von RNG Karten entscheiden, was aber den Gegner noch lange nicht davon abhält welche zu spielen. Die Discover Mechanik gefällt mir einiger Maßen, da es kontrollierbare RNG ist (quasi das Gegenteil von Boom Bots und Piloted Shredder). Ob besonders viel Skill erforderlich ist um ne gute Karte für die Situation auszuwählen…darüber kann man sich streiten.

Und wenn ein Indikator für OP ist, dass eine Karte sehr oft gespielt wird, wie wärs dann mal mit Pilotet shredder, Knife Juggler und Dr Boom nerfen;) und wenn Blizzard nicht so ein großes Problem damit hätte Karten zu nerfen (lächerliche Gründe) wären diese drei bestimmt schon generft worden.

+1

Ich finde die RNG nur zum kotzen. Nicht die Tatsache, dass man eine zufällige Karte zieht, das ist ja wohl logisch bei einem Kartenspiel, aber die RND Effekte einiger Karten sind einfach bescheuert. Nat Pagle und Tüftlermeister Oberfunks wurden genau aus diesem Grund damals generft, da Blizzard es nicht wollte. Kaum wurde das gemacht, kamen immer mehr RNG Karten ins Spiel, der Sinn erschließt sich mir nicht.

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Die beiden Karten wurden nicht aufgrund ihres RNG-Effekt generft, sondern weil sie extrem dominant waren, im Sinne von viel gespielt, was zumindest ein Indikator für overpowerd ist.

Wären Sie wegen des RNG-Effekts generft worden, wäre dieser wohl kaum erhalten geblieben (beim Tinkmaster Overspark wurde er sogar erhöht), oder?

Heraus aus dieser Erkenntnis erschließt sich dir vielleicht auch der Sinn ;-). Blizzard stand und steht schon immer für RNG-Effekte als elementarer Teil des Kartenspiels.

Gleichzeitig siehst du auf der Pro-Ebene, dass RNG-Effekte nicht das Entscheidene ist, um am Ende zu gewinnen. Zusamengefasst, auch wenn wir uns das alle nicht eingestehen wollen, haben Missplays einen deutlichen höheren Einfluss auf unsere Win/Lose als der RNG-Effekt. Klar sind dir vor allem unglückliche Spiele im Kopf, bei denen du vermeindlich wegen des RNG-Effektes verloren hast, das liegt aber daran, dass dir die meisten Missplays gar nicht auffallen. Warscheinlich hast du die meisten Spiele, die du denkst wegen RNG verloren zu haben, bereits davor wegen Missplays aus der Hand gegeben.

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Ich finde gerade durch den RNG faktor kommt es zu vielen Lustigen aber auch Scheiß momenten.

Das macht für mich aber die Spannung aus .

Ich mein allein das SPielprinzip von Hearthstone durch welches ihr pro Runde eine Zufällige Karte zieht ist RNG.

Verstehe nur nicht warum man sich drüber aufregt.

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Ihr müsst es mal mit Schach probieren, wenn ihr Strategie mögt aber RNG nicht 🙂 Hammer Spiel.

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Klar würde man sich freuen wenn RNGesus auf seiner Seite ist, aber weil er zu oft nicht auf meiner Seite war beugotiere ich die Mehrheit der Karten mit RNG Effekten.
Vetrix

Glaube es bleiben insb. die Spielsituationen in Erinnerung, wenn es für einen außergewöhnlich schlecht läuft – dann war es halt Pech. Wenn es für einen aber außergewöhnlich gut läuft und man Glück hat, war es im Zweifel der eigene Spieler-Skill. 😉 Ich warne lediglich davor, das aus einzelnen subjektiven Spielerlebnissen objektiv bewerten zu wollen. Selbst- und Fremdwahrnehmung können da unterschiedlich sein.

Es ist bei Hearthstone eben nicht so, dass wenn man die optimale Spielentscheidung pro Spielzug trifft, auch in der Konsequenz das Spiel gewinnt. Man gewinnt es lediglich wahrscheinlicher bzw. man gewinnt in der Summe durchschnittlich mehr Spiele.

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