Hearthstone: Weitere Kandidaten für die Hall of Fame, Speed-Modus und mehr – Ben Brode im Interview

Hearthstone - Ben Brode

Im Gespräch mit Tim Clark von PCGamer hat Game Director Ben Brode vor Kurzem über die Zukunft von Hearthstone, Un’Goro und mehr gesprochen. Verraten hat er u.a., welche Karten für ihn Kandidaten für die Hall of Fame wären und ob es jemals einen Speed-Modus im Spiel geben wird.

Die wichtigsten Punkte aus dem Interview haben wir hier für euch zusammengefasst.

Reise nach Un’Goro

  • Mutieren, Quests, Elementare – das ist Ben Brodes persönliche Reihenfolge in Sachen Zufriedenheit bei den neuen Un’Goro-Mechaniken
  • Die Schurken-Quest sei an einem interessanten Punkt, da sie viel mehr gespielt werde als ihre Sieg-Rate vermuten lasse – andere Decks mit ähnlicher Sieg-Rate würden viel weniger gespielt werden.
  • Ben Brode ist der Meinung, dass die Meta besser denn je sei, und das sei aufregend.

Balancing

  • Eine der Strategien beim Karten-Design sei es, ausreichend Dinge auszusäen, sodass es letztendlich genügend Dinge gibt, damit etwas Verrücktes passieren könne. Bei der Fährfrau von Gadgetzan habe man z.B. das Gefühl gehabt, man benötige noch mehr Karten, die Dinge zurück auf die Hand bringen, bevor man ein Deck bekomme, dass sich wirklich auf diese Mechanik fokussiere.
  • Ist es interne Politik, dass das Team beim Balancing die Klassen rotiert und es z.B. eine „Saison des Paladin“ gibt? Ben Brodes Antwort: „Nein, wir versuchen tatsächlich, alle Klassen auszubalancieren“. Das sei allerdings sehr schwierig.
  • Man sage nicht „Ok, der Hexenmeister war zu gut, lasst uns für ein paar Jahre richtig schlechte Karten machen, damit er schlecht wird, und gute Karten für die anderen Klassen“. Was man allerdings sage sei „Ok, Paladin und Jäger geben uns beide viel Raum, um mächtige Karten zu machen, weil sie sich nicht gut machen.“

Zeitlose Klassiker

  • Auf die Frage, welche Karte er noch in die zeitlosen Klassikern aka Hall of Fame stecken würde, wenn er sich vor dem Feierabend noch für eine entscheiden müsse, nannte er zwei, die ihm in den Kopf kamen:
    • Alexstrasza: Sie ermögliche eine Vielzahl an einzigartigen Decks, gehöre aber auch in die Kategorie der Persönlichkeiten, die man vermissen würde.
    • Goblinauktionator: Die Karte sei großartig, er denke aber auch, dass die Leute sie ausreichend viele Jahre gespielt hätten und offen für ein paar neue Strategien im Standard wären.

Stagnierende Meta

  • Man habe ein sich wiederholendes Muster entdeckt: Neue Sets seien für eine Weile interessant. Je länger man in dieser Umgebung spiele, um so weniger überraschend sei sie und umso mehr habe man das Gefühl, man verstehe das Spiel und wisse, wie die Matchups sein werden.
  • Die Meta fühle sich dadurch ausgelutscht an und für ca. ein bis zwei Monate bis zur Veröffentlichung des nächsten Sets gebe es Unzufriedenheit – es gebe ein paar Optionen, um dagegen vorzugehen:
    • Eine Option sei es, eine neue Karte zu vergeben (wie kürzlich z.B. die Kampfveranstalterin) – es sei allerdings schwer, die Meta mit einer einzigen Karte zu beeinflussen.
    • Was man in der Vergangenheit traditionell getan habe sei, ein paar Karten zu nerfen. Das Abschwächen von Karten habe allerdings auch Nachteile und es könne bessere Wege geben, um das Problem anzugehen.
    • Eine schlechte Idee, die man nicht umsetzen werde: Dem Hexenmeister in den zwei Monaten bis zum nächsten Release mehr Leben zu geben (z.B. +5 Lebenspunkte). Das würde die Dinge ändern.
    • Eine Lösung für das Meta-Problem habe man bisher noch nicht gefunden.

Wildes Format

  • Man sei völlig offen dafür, wilde Karten zu nerfen.
  • Bisher hätten noch keine spezifischen Karten die Nerf-Schwelle des Teams erreicht.
  • Wild sei sehr wichtig, sogar für das Problem der ausgelutschten Meta: Mehr legitime Spielmöglichkeiten in Hearthstone zu haben – Arena, Kartenchaos, Wild, Standard – nehme etwas Druck heraus.

Zukünftige Features/Karten

  • Wird es jemals eine Speed-Version von Hearthstone gebe, in der die Zündschnur sofort beginnt abzubrennen? Antwort von Ben Brode: „Ja“.
  • Will er mit mehr Karten wie Netherportal experimentieren, die nicht vom Brett entfernt werden können? Antwort von Ben Brode: „Sicher, warum nicht? Hört sich interessant an.“

Das komplette Interview im Original lest ihr bei PC Gamer.


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Veröffentlicht in: News

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Kommentare zu "Hearthstone: Weitere Kandidaten für die Hall of Fame, Speed-Modus und mehr – Ben Brode im Interview"

Gottseidank gibt’s ja gwent. So unbeweglich wie Blizzard ist. Am lustigsten ist ja die Idee wir geben wiedermal eine Karte wie die Kampfveranstalterin her. Die hat sicher die Meta beeinflusst rofl.


Also falls der Goblinauktionator wirklich in die Hall of Fame kommt, wäre Miracle-Rogue nur noch in wild spielbar. Dafür würde ich aber wirklich mal gescheite Karten für Rogue erwarten, damit auch mal mehr machen kann mit der Klasse und sie nicht gleich tot ist. Ich zähle Quest-Rogue jetzt mal nicht dazu, da mir diese Art des Spielens so gar keinen Spaß macht. Für mich persönlich ist das Deck recht langweilig. Hätte gerne einen würdigen Ersatz für das kleine Wunder.

Und eins noch: Warum will Ben Brode eigentlich immer Karten rauswerfen, die ich aktuell gerne nutze bzw. die Decks, in denen sie vorkommen am liebsten spiele? 😤


Ich warte erstmal @caelistix ab😆


Also ich bezweifle das die Kampfveranstalterin verschenkt wurde um die meta zu ändern. Entweder wurde diese Mechanik nur getestet oder es war zur Promotion des Esports, wobei mir, außer den global games, nichts einfällt was an dem Wochenende war.

Zu den HoF Kandidaten:

Ich fände es super wenn goblin auktionantor wild wird, klar ist es ein herber rückschlag für rogue, aber die Karte ist einfach nur broken, wenn man als rogue locker 6 Spells und edwin in einem Zug mit der Karte spielen kann. Alternativ könnte man Preparation  nerfen (1 statt 0 mana)

Alexstraza würde ich schmerzhaft vermissen, da ich finde es sollten nicht noch mehr Drachen nach wild gehen und ich finde es auch OK dass die Drachen Aspekte sehr stark sind, bei Ysera oder Deathwing meckert ja auch keiner obwohl die Karten Spiele im Alleingang gewinnen.


Reise nach Un’Goro

  • Mutieren, Quests, Elementare – das ist Ben Brodes persönliche Reihenfolge der dümmsten Ideen die er jemals hatte.
  • Die Schurken-Quest sei an einem interessanten Punkt, jeder heult rum, dass die Quest zu stark wäre und die Meta zerstört. Dabei ist das Deck zwar wirklich ziemlich stumpf, aber dafür auch ziemlich schlecht
  • Ben Brode ist der Meinung, dass seine Medikation besser denn je sei, und das sei aufregend.

Balancing

  • Eine der Strategien beim Karten-Design sei es, ausreichend betrunken zu sein, sodass es letztendlich etwas Verrücktes passieren könne. Als man Fährfrau von Gadgetzan entwickelt hatte, wusste man nicht wozu sie gut ist und hat dann die Schurkenquest designed, damit sie einen Sinn hat (Versteh ich richtig, dass er darauf hinaus will???)
  • Ist es eigentlich Absicht das immer mindestens eine Klasse völlig unspielbar ist? Ben Brodes Antwort: „Nein, wir versuchen tatsächlich, alle Klassen auszubalancieren“. Sie kriegen es allerdings nicht gebacken.
  • Man sage nicht „Ok, der Hexenmeister war zu gut, und bekommt jetzt schlechte Karten“. Was man allerdings sage sei „Ok, Paladin und Jäger kriegen jetzt gut Karten“. Dabei sehen sie allerdings nicht das es aufs Gleiche hinaus kommt.

Zeitlose Klassiker

  • Alextrasza ist eine Karte die man vermissen würde! Deshalb will Ben Brode sie gerne aus dem Standard nehmen (LOGIC OWNS!)

Stagnierende Meta

  • Man habe ein sich wiederholendes Muster entdeckt: Neue Sets seien für eine Weile interessant und dann nicht mehr (Ist nicht wahr!!! IRRE!)
  • Es gebe ein paar Optionen, um dagegen vorzugehen:
    • Eine Option sei es, eine neue Karte zu vergeben – es sei allerdings schwer, die Meta mit einer einzigen Karte zu beeinflussen. (Wie wärs dann mit mehr als nur einer Karte?)
    • Was man in der Vergangenheit traditionell getan habe sei, ein paar Karten zu nerfen. (Das die Nerf-Politik von Blizzard ein schlechter Witz ist brauchen wir ja nicht mehr zu besprechen, oder?)
    • Eine schlechte Idee, die man nicht umsetzen werde: Dem Hexenmeister in den zwei Monaten bis zum nächsten Release mehr Leben zu geben (Wer kommt auf solche Ideen?)
    • Eine Lösung für das Meta-Problem habe man bisher noch nicht gefunden. Aber schön, dass wir trotzdem darüber geredet haben.

Wildes Format

  • Man sei völlig offen dafür, wilde Karten zu nerfen. (Ne, lasst mal lieber. Nerfs sind nicht so euer Spezialgebiet)
  • In Wild ist die Meta nicht so ausgelutscht. Deshalb konzentrieren wir uns auch hauptsächlich auf Standard

Zukünftige Features/Karten

  • Wird es jemals eine Speed-Version von Hearthstone gebe, in der die Zündschnur sofort beginnt abzubrennen? Antwort von Ben Brode: „Ja“. (Ja toll, das ist DIE Veränderung auf die jeder gewartet hat)
  • Will er mit mehr Drogen experimentieren? Antwort von Ben Brode: „Sicher, warum nicht? Hört sich interessant an.“

Erstmal Gadgetzan Auctioneer in golden craften…  😄


Tja, wie immer eine Auflistung von Punkten, die man tun könnte, um das Problem einer stagnierenden Meta zu beheben, letzten Endes kommt mal wieder nichts dabei raus. Deckdiversität (was häufig als positiver Aspekt bei Un’Goro genannt wird) ist nicht immer unbedingt ein Indikator für eine „gesunde“ Meta, vor allem bei aktuell 5 von 7 Decks in t1, die Aggro sind und in t2 genauso krebsinduzierende (sorry für die Wortwahl) Decks wie Jade Druid, Quest Rogue und Quest Warrior gelistet sind. Die Meta ist noch aggressiver als in MSG und Matchups damit meist schnell entschieden wenn ich nur ca. 20% meiner Karten im Deck zu Gesicht bekomme.

Wie lange hatte Blizzard nun Zeit, eine Lösung dafür zu finden? Ein bisschen mutiger sein wäre angebracht und häufiger Balance Changes vornehmen und weitere Änderungen ausprobieren, wenn es die Community nicht gut aufnimmt macht man es eben wieder rückgängig…oder vllt. ein Miniset mit einem Dutzend Karten nach 2 Monaten herausbringen, so was in der Richtung wäre sicher auch wünschenswert. Solange keine größeren Änderungen kommen und Team 5 sich weiterhin auf seinen Lorbeeren ausruht spiele ich eben Gwent… /rant Ende


Ich find die Meta mittlerweile auch nicht mehr ganz so gut wie zu Beginn der Erweiterung – ist ja meistens so. Immerhin gibt es aber mit Mage ein Deck, das mir noch Spaß macht, da ich mich stets mit ihm verbessern kann, neue Versionen probieren kann und spannende sowie anspruchsvolle Spiele erleben kann. Eigentlich wollte ich diesen Monat zur Abwechslung andere Decks Probieren, aber die mit guter Winrate ab Rang 5 machen mir wenig Spaß. Bei Decks wie Aggro Druid, Token Shaman, Quest Rogue, Murloc Pala, Midrange Hunter (Pirate Warrior muss ich erst gar nicht aufzählen), kommt es mir sehr viel zu stark auf die Starthand an. Es fühlt sich für mich einfach nicht gut an, durch einen Nut Draw zu gewinnen, dagegen zu verlieren natürlich noch weniger. Meine Mage Varianten spielen z.B. darum meistens nicht mal Manawyrm und auch weniger RNG Effekte (kein Babbling Bock oder Cabal Courrir). Diese Decks baue ich bewusst so, dass meine Entscheidungen und Erfahrungen mehr bewirken als RNG.

Insgesamt ist die Meta also gegenwärtig für mich mittelmäßig. Positiv ist es, dass gelegentlich noch neue Decks entstehen (wie zuletzt Miracle Priest) und auch, dass viele Decklisten nicht lange auf einem Stand stagnieren, sondern eher im Wandel sind. In der Tat gibt es aber sehr nervige Decks – vor allem Quest Rogue, Aggro Druid und Pirate Warrior, die nur darauf ausgelegt sind, durch einen Nut Draw zu gewinnen und die eigentlich niemandem Spaß machen sollten. Ebenso bin ich nicht der größte Fan von zu stark polaren Match Ups. Manche meinen, „Schere, Stein, Papier“ sei ein guter Meta-Zustand, ich persönlich finde es aber sehr störend, Match Up bedingt oft Spiele verlieren zu müssen. Klar – gute und schlechte Match Ups existieren immer, etwas weniger polar wäre mir dennoch lieber (auch hier bestes Beispiel Quest Rogue, das gegen viele Decks automatisch gewinnt, selbst wenn es grauenvoll gespielt wird).

Wie gesagt – Spaß habe ich momentan schon noch sehr – aber zu verbessern gibt es immer vieles. Alexstrasza ist nebenbei meine Lieblings-Karte aus dem Classic Set – würde ich gerne weiter spielen können. 😮


Ich würd‘ hier gerne noch mal auf den allseits bekannten „Mutieren“ Effekt eingehen…

Aber ich schreibe hier vom Handy aus und ich bin zu faul😉


@glyon: du findest eine Karte broken, bei der ich von 10 Spielen es 2x geschaft habe die beiden Goblinautionator karten als drittletzte und zweitletzte Karte zu ziehen? 😁 Überhaupt muss ich ehrlich sagen, hat mir der Auctioneer mit dem neuen Deck nicht so viel gebracht die letzte Zeit, da ich ihn oft einfach nicht oder zu spät gezogen habe und schon mit Edwin, den Riesen und den Questing Adventurer entsprechend punkten konnte. Trotzdem mag ich es aber, wenn es mal funktioniert und spiele das dann sehr gern. Außerdem wieso sollte er rausfallen? Außer Rogue gibt es so weit ich weiß nur 2 andere Klassen, die ihn ebenfalls verwenden. Das sind Druide und Priester. Beide bei weitem nicht so erfolgreich wie Rogue. Da gibt es stärkere Klassendecks. Aber was bleibt derzeit Rogue denn noch, wenn der Auctioneer rausfällt? Questrogue ist das einzige Deck ansonsten, was noch eingermaßen spielbar ist. Von mir aus kann der auctioneer auch rausfallen, wenn es wie gesagt einen entsprechend guten Ersatz gibt für Rogue, bei der das spielen fordert und Spaß macht und der Klasse als Comboklasse gerecht wird. Und das trifft auf Questrogue sowas von nicht zu meiner Meinung nach. Außer vielleicht die Combo. Ich fände es extrem schade, wenn der auctioneer rausfallen würde. Aber da er ja schon bei den letzten Entscheidungen als Ragnaros und co rausgeflogen sind auf wackeligen Füßen stand, ist das wohl schon so gut wie beschlossen. Hab nur das blöde Gefühl, dass man dann von Rogue nicht mehr arg viel sehen wird die nächste Zeit, außer Quest und im wild.


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